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Link: https://www.getraenke-hoffmann.de/geismann-bier
Beschreibung: (Quelle: https://www.getraenke-hoffmann.de/geismann-bier)

Geismann Bier - Die Rückkehr der Kultmarke
Mehr als 250 Jahre lang war die Geismann Brauerei aus der lebendigen fränkischen Bierlandschaft nicht wegzudenken. Jetzt kehrt die Kultmarke zurück. Drei leckere Sorten im schicken Design der 1960er-Jahre, die Sie im 20er-Kasten mit 0,5-Liter-Flaschen in Ihrem Getränke Hoffmann Markt erhalten.
Probieren Sie typisch bayerische Bierspezialitäten, traditionell gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516. Aus erlesenen Zutaten: ausgewählter Hopfen, bestes Malz und kristallklares Wasser.

Eigenmarke von Getränke Hoffmann, auferstanden sozusagen aus einer Fürther Brauerei, die laut Wikipedia von 1722 - 1967 bestanden hat. Hier der Eintrag dazu:


Die Brauerei geht auf die im Jahr 1722 von der Familie Lederer gegründete Brauerei an der heutigen Bäumenstraße zurück. Mitte der 1860er Jahre kam sie in den Besitz der Familie Geismann, die ihr ihren Namen gab. Im Besitz der Familie Geismann wurden die Branntweinbrennerei und die Landwirtschaft aufgegeben, das Unternehmen ganz auf das Bierbrauen eingestellt.
Ein großer Durchbruch gelang Johann Georg Geismann 1884 mit der Einführung des Doppelbockes Poculator, der zuerst Salvator hieß und das erste Starkbier Frankens markiert. 1895 errichtete die Brauerei den „Geismannsaal“, zeit seines Bestehens größter Saalbau der Stadt Fürth. Im „Geismannsaal“ wurde ab dem Jahr 1896 über viele Jahrzehnte der legendäre Poculator ausgeschenkt, der zahlreiche Besucher nach Fürth lockte. In der Nachbarstadt Nürnberg wurde eigens ein weiterer Festsaal erworben, um eine Dependance für die Fürther Salvator-Feste zu schaffen. Aber auch weiter außerhalb Fürths, zum Beispiel in Würzburg, Schweinfurt und Berlin, wurde dieses Bier auf eigenen Festen zum Ausschank gebracht.
    „Geismann ist jedem Fürther Kind unvergesslich, denn er braute ein Frühlings-Doppelbier, einen Salvator, der den Münchener nach Urteil von Kennern an Wohlgeschmack und Bekömmlichkeit übertraf und die Großeltern alljährlich in den Zustand freudig-verklärter Begeisterung versetzte. Das Getränk war von leicht abführender Wirkung und man war es seiner Gesundheit schuldig, den Salvator mitzumachen, wie der Ausdruck lautete.“
– Hermann Glockner: Bilderbuch meiner Jugend - Erinnerungen. H. Bouvier u. Co. Verlag, Bonn. 1970
1901 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, 1903/04 wurde der Lokalrivale Grüner AG im Bierabsatz überholt und bis zum Ersten Weltkrieg komplett abgehängt. Als erste Brauerei Bayerns wurde von Geismann ein Pilsener-Bier eingeführt, nach der zweiten damals noch gebräuchlichen Bezeichnung für diesen Biertyp „Geismann Bayrisch Pilsener“ getauft. Auch in den 1920er Jahren gehörte die Brauerei Geismann zu den besteingerichteten Bayerns, erst durch die Weltwirtschaftskrise, die in der Arbeiterstadt Fürth eine immense Arbeitslosigkeit und damit der Brauerei große Absatzschwierigkeiten bescherte, kam es zu einer vorübergehenden Schwächung. Zudem gerieten viele jüdische Aktionäre in der Zeit des Nationalsozialismus zunehmend in Bedrängnis. Diese Gunst der Stunde nutzte der Versandhandelsunternehmer Gustav Schickedanz (Quelle) mit Hilfe der Dresdner Bank zum Einstieg in das produzierende Gewerbe, die Anteile übernahm er in größerer Menge auch von jüdischen Aktionären. Anfang der 1940er wandelte er die Brauerei in eine GmbH um, als deren Geschäftsführer er fortan eingetragen war.
In den 1930er Jahren stieg der Versandhandelsunternehmer Gustav Schickedanz als Anteilseigner in die Aktiengesellschaft ein und die Brauerei wurde 1942 in eine GmbH umgewandelt. Nach dem Krieg wurde die bis auf den Geismannsaal unzerstörte Brauerei zunächst unter treuhänderische Verwaltung gestellt, ehe Schickedanz das Unternehmen zurückbekam.
War das Sudhaus 1960 noch mit der modernsten Anlagentechnik Süddeutschlands aufgerüstet worden, entschloss man sich schon wenige Jahre später, unter anderem aufgrund der beengten Platzverhältnisse am Standort inmitten der Altstadt, den Braubetrieb mit der Brauerei Humbser an derem weitläufigen Standort an der Schwabacher Straße zusammenzulegen. 1967 erfolgte die offizielle Fusion zur Brauerei Humbser-Geismann AG, die 1971 in der Patrizier Brauerei aufging. 1994 erwarb der Münchner Brauerei-Unternehmer Dr. Hans Inselkammer die Aktienmehrheit und fusionierte mit der Nürnberger Tucher Bräu AG.

Leistungen und Superlative
Die Brauerei Geismann war oft ihrer Fürther Konkurrenz weit voraus, so war sie nicht nur älteste Fürther Brauerei, die ihr Braurecht nachweislich nutzte (was die frühere Jahresangabe der Brauerei Grüner relativiert), sie besaß mit dem Geismannsaal den größten Saalbau der Stadt und mit dem Poculator das berühmteste Starkbier, sie braute als erste Brauerei Bayerns ein Pils und zuvor auch als erste Brauerei Fürths helle Biere. Bei der Neueinrichtung der Brauanlagen 1960 besaß sie ferner die modernste Sudhaustechnik Süddeutschlands.

Werbung
Die Werbemittel der Brauerei Geismann sind heute beliebte Sammlerobjekte.
Ein Steingut-Maßkrug aus der Zeit der vorigen Jahrhundertwende mit Brauereiembleme auf Krug und Zinndeckel ist der älteste kolorierte und ausgestaltete Bierkrug einer Fürther Brauerei. Eines der wenigen bekannten Exemplare des äußerst raren Sammlerstückes erzielte bei einer Internetauktion im Jahr 2009 - obwohl nicht makellos - einen Preis von über 800 Euro.

Architektonisch besonders beachtenswert und in der Ausführung besonders hochwertig war das 1899 nach Plänen des bekannten Fürther Architekten Fritz Walter erbaute Brauerei-Hauptgebäude mit Sudhaus und „Geismann-Bräustüberl“ in der Fürther Bäumenstraße.
Diese Bauten mussten Anfang der 1980er Jahre dem Bau des City-Center Fürth weichen, bei dessen Errichtung nur drei einzelne Fensterbögen des einstigen Portals der Brauerei als Spolie in die Neubebauung einbezogen wurden (Hallstraße / Bäumenstraße, in der Nähe des Theaters). Eine der zugehörigen schmiedeeisernen Gitterbekrönungen ist in der Dauerausstellung des neuen Fürther Stadtmuseums zu sehen.

Geismann Helles Weißbier: Erfrischendes Geschmackserlebnis aus Bayern
Eigentlich ist es ja schade um die schicke Flasche, aber Weißbier entfaltet sein Aroma vollständig erst im klassischen Weizenglas. Also: einschenken! Wer das Geismann Helle Weißbier nach den Regeln der Kunst ins Glas befördert, kann sich über die helle, trübe Optik des Bieres freuen. Fruchtige Noten von Banane und Pfirsich steigen in die Nase und sorgen für Vorfreude auf ein typisch bayerisches Geschmackserlebnis. Ein leichtes Hopfenaroma und spritzige Kohlensäure sorgen für erfrischenden Genuss. Damit passt das Weißbier gut zu milden Fisch- und vegetarischen Gerichten.
Bei einem Alkoholgehalt von 5,1 Prozent ist das Geismann Helle Weißbier dabei gut bekömmlich: Auf hundert Milliliter kommen 2,5 Gramm Kohlenhydrate und rund 40 kcal.